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Gute Beratung setzt Hebel richtig an 
Kostenloses Angebot hilft einkommensschwachen Haushalten beim Sparen von Stromkosten.

„Auskommen mit dem Einkommen“ – das war das Thema einer vom Lokalen Bündnis für Familie der Stadt Forst gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Brandenburg initiierten Veranstaltungsreihe. Schon beim Auftakt im Oktober bewies das Besucherinteresse, dass vielen Menschen an der Kontrolle ihrer Ausgaben gelegen ist.

Zu wissen, wo das Geld bleibt, ist jedoch nur ein Aspekt des Sparen-Wollens. Denn auf der anderen Seite der Medaille steht die Frage: Wo liegen denn eigentlich noch verborgene Einsparreserven? Bei der Nutzung von Elektroenergie! – ist eine der Antworten, die häufiger als meist gedacht zutrifft. Gerade wer viel Zeit bei sich zu Haue verbringt und tagtäglich „den Kopf voll hat“ – mit Bewerbungen oder mit der Kinderbetreuung –, unterschätzt häufig die Kosten, die der unbeachtet laufende Fernseher, das Dauerlicht im Badezimmer, auf Anschlag aufgedrehte Heizkörper oder stromfressende Lampen und andere Geräte verursachen.
Individuell und ganz konkret

Eben deswegen entstand die Aktion „Stromspar-Check“. Ins Leben gerufen wurde sie vom Deutschen Caritas-Verband e. V. und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD). „Wir finden, dass diese Initiative gut zum Programm ‚Energieeffizienz Forst’ passt“, begründet SWF-Chef Wolfgang Gäbler die Unterstützung des lokalen Energieversorgers für das Projekt. „Um so mehr, da wir individuelle Vor-Ort-Energieberatung als ein stetig wachsendes Geschäftsfeld für unser Unternehmen sehen.“

Im Falle des „Stromspar-Checks“ gibt es einige Besonderheiten. Denn das kostenlose Angebot richtet sich an alle, die Arbeitslosengeld II oder Wohngeld beziehen. Und: Praktisch getragen wird das Vorhaben von Stromsparhelfern, die sich als frühere Langzeitarbeitslose für diese Tätigkeit qualifzieren konnten. In Forst sind das Reiner Riebe und Detlef Kalina, beide sind als gelernte Installateure im Gas-Wasser-Heizungsfach gestandene Handwerker mit Sinn fürs Praktische.

Vorteile auf Heller und Pfennig

„Wir haben bei der Schulung nachdrücklich demonstriert bekommen, dass ein Haushalt mit recht einfachen Mitteln beim Stromverbrauch bis zu 100 Euro einsparen kann“, schickt Reiner Riebe der Erklärung der Aufgaben eines Stromsparhelfers voraus. „Wie groß das Potenzial bei jedem Einzelnen ist, analysieren wir gemeinsam mit den Leuten, die uns eingeladen haben“, ergänzt Detlef Kalina. „Beim zweiten Besuch bringen wir ganz praktische ‚Sparhebel’ mit, effziente Lampen beispielsweise oder Steckdosenleisten mit Schalter.“

Diese unentgeltlich überlassenen Geräte haben oft einen Wert von 70 Euro. Und weil der Gesetzgeber in Deutschland den Versorgungsunternehmen vorschreibt, immer mehr Informationen und Detailzahlen auf der Jahresrechnung unterzubringen, sind die Energiesparhelfer auch darauf vorbereitet, auf Wunsch die einzelnen Angaben zu erklären. Wie nun können sich Interessenten, die Arbeitslosengeld II oder Wohngeld beziehen, die Stromsparhelfer nachhause holen? – Sehr einfach.

Die Aktion beginnt Mitte Dezember und wird im nächsten Jahr fortgesetzt. Im Prinzip genügt ein Anruf unter 03562 693 2913. Wer will, kann auch den Gutschein auf dem Flyer der „Aktionstromspar-check.de“ ausfüllen und diesen in den Briefkasten der Stadtwerke werfen. Von dort gelangt er in die Hände des Beratungsteams, das dann schnell einen Termin vereinbart.


Aus: "Stadtwerke Zeitung - Informationen für Kunden der Stadtwerke Forst GmbH"; Nr.4, Dezember 2011, 18. Jg.
Ansprechpartner
Silke Bossert
Vertrieb/Marketing
Tel.: 03562 950-240
Fax.: 03562 6435
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