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Arche-Kinder können wieder klettern

Private Initiative verhilft der katholischen Kindereinrichtung in Forst zu neuem Spielgerät
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FORST Ein neuer Kletterturm steht seit wenigen Tagen im Garten des katholischen Kinderhauses "Arche" in der Elisabethstraße in Forst. Energieversorger und Bistum Görlitz haben die neue Attraktion finanziert. Fast zwei Jahre lang blieb der Wunsch vieler Kinder im Kinderhaus "Arche" unerfüllt. Sie wünschten sich so sehr einen neuen Kletterturm im Garten ihrer Einrichtung in der Forster Elisabethstraße. Denn daran fehlte es. Und so gab es keine Möglichkeit zum Klettern und Rutschen für die "Arche"-Kinder in der Einrichtung in Trägerschaft der katholischen Kirchgemeinde. Seit wenigen Tagen ist das anders. Und der neue Spiel- und Kletterturm wird von den rund 50 Kindern eifrig genutzt. Alexander Gehm, im Kirchenvorstand der Gemeinde unter anderem auch für das Kinderhaus zuständig, erinnert sich: "Das alte Klettergerüst war mindestens zehn Jahre alt und marode. Aus Sicherheitsgründen konnte es nicht mehr genutzt werden." Gehm, beruflich bei der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) tätig, versuchte zu helfen. Er stellte einen Antrag auf Förderung eines neuen Turms mit Mitteln aus einem Mitarbeiterfonds der Muttergesellschaft Gasag. Und er hatte Erfolg. Eine vierstellige Summe wurde bewilligt. Das war der Grundstock, um einen neuen Kletterturm finanzieren zu können. Weiteres Geld, ebenfalls eine vierstellige Summe, stellte das Bistum Görlitz zur Verfügung. Im vergangenen Monat packten Eltern, deren Kinder die Einrichtung besuchen, und Erzieher kräftig an. Sie brachen den alten Kletterturm ab und schafften Baufreiheit für den neuen Turm. "Ich habe mich sehr gefreut, dass wir nun den Kindern helfen konnten", erinnert sich Gehm. Der Initiator selbst hat keine Kinder, die die Einrichtung besuchen. Er erlebte mit, wie eine Firma das neue Kletterparadies für die Kleinen errichtete. Das hätten die Freiwilligen nicht allein leisten dürfen. Aus Sicherheitsgründen. Der Kletterturm musste vom TÜV abgenommen werden. Am Tag, als der Kletterturm von den Kindern in Beschlag genommen werden konnte, habe sich "schon ein Gefühl der Zufriedenheit breit gemacht", sagt Alexander Gehm. Der neue Spielplatz des Kinderhauses wurde am vergangenen Freitag gemeinsam mit allen Beteiligten eingeweiht. Roland Elsner als Gemeindepfarrer und Vertreter des Trägers war dabei. Auch Wolfgang Gäbler von den Stadtwerken Forst, die den Neubau unterstützten, teilte die Freude der Kinder. Die GASAG als Mutterkonzern der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg und der Stadtwerke Forst unterstützt mit ihrem Mitarbeiterfonds seit vielen Jahren Initiativen und fördert Projekte, bei denen sich Mitarbeiter der GASAG-Gruppe ehrenamtlich engagieren. Ziel des Unternehmens ist es dabei, dieses Engagement der Mitarbeiter auch außerhalb des Arbeitsplatzes zu würdigen. In den vergangenen fünf Jahren kamen so durch die Initiative von Mitarbeitern der Stadtwerke Forst fast jährlich Sportvereine oder gemeinnützige Träger in den Genuss einer Förderung, sagt Diana Loichen, Marketingbeauftragte der Stadtwerke Forst. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf Unterstützungen für die SG Bademeusel, für ein Projekt des SV Energie Cottbus, für den SV Lausitz in Forst und für den TV 1861 in Forst. "Die Unterstützung ist unterschiedlicher Art. Sie geht aber auf jeden Fall auf die Initiative unserer Mitarbeiter zurück", betont Loichen. Eine derart großzügige finanzielle Zuwendung aus dem Mitarbeiterfonds wie für das Projekt im Kinderhaus "Arche" sei in der Region Forst bisher eher die Ausnahme gewesen.

Aus: Lausitzer Rundschau – „Arche-Kinder können wieder klettern! - Private Initiative verhilft der katholischen Kindereinrichtung in Forst zu neuem Spielgerät“; 20. November 2014; Von: Hartmut Landes

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