Volle Innenstadt im Mondschein

Viele Aktionen und viele Besucher beim Mitternachtsshopping am Samstag in Forst

FORST Beim Mitternachtsshopping in der Samstagnacht sind wieder Tausende durch die Forster Innenstadt flaniert. Rund 30 Gewerbetreibende unterbreiteten attraktive Angebote, hießen ihre Gäste auch mit kulturellen Aktionen und kulinarischen Überraschungen willkommen. Damit zeigten sie Flagge für ihre Stadt.

Schaulustige säumten den Max-Seidewitz-Platz, als der Forster Gewerbevereinsvorsitzende Andreas Wolff um 18 Uhr den Startschuss zum Shoppen bei Mondenschein gab, das vom Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ unterstützt wurde.

„Der heutige Abend erfüllt mich mit Stolz. Forst braucht solche Veranstaltungen, solch engagierte Unternehmen und den Gewerbeverein“, betonte das Forster Stadtoberhaupt Philipp Wesemann (SPD) und riet, schon nach dem ein oder anderen Weihnachtsgeschenk Ausschau zu halten. Gemeinsam mit Rosenkönigin Stefanie I. stattete er den Geschäften einen Besuch ab. Gleich zwei echter „Kracher“ gab es zum Auftakt: den dreifachen Salut des Forster Schützenvereins und den vereinigten Trommelwirbel der Gruppen „Com Gosto“ und „Los Krachos“.

Hunderte folgten den Musikern vom Spielmannszug Horno durch die festlich illuminierten Straßenzüge. Nicht nur Kinderaugen strahlten, als bei der gemeinsamen Aktion von Stadtwerken und des Elektronikgeschäftes EP: Funk und Technik der Luftballonkünstler Peter Dahlmann auf Zuruf kunstvolle Luftskulpturen zauberte. „Die Erlebnisthermografie war ein richtiger Knüller. Wir haben knapp 100 Fotos aufgenommen, die Wärmestrahlung an Körpern sichtbar machte“, sagte EP-Mitarbeiter Jörg Schmidt.

Freundinnen auf Shoppingtour

Was kann es Schöneres geben, als mit der besten Freundin einzukaufen? Und wie gut, wenn man gleich zwei zur Seite hat. Veronika Woidtow aus Gahry ging mit ihnen in Katrin's Treff auf Shoppingtour, zog ein Los, das einen Gewinn in der Spielebude verhieß. Das Trio hoffte auf Skatkarten und zog gut gelaunt weiter.

Wie aus 1001-er Nacht duftete es im „Laden der Begegnung“, wo Asylbewerber Gerichte aus ihrer Heimat vorstellten. Tunesisches Couscous, albanisches Byrek, Chatni aus Pakistan und syrische Gemüsepfanne verlockten auch Annett Scholtka und Bärbel Kossatz aus Spremberg zum Probieren. Das weckte sicherlich bei manchem die Lust aufs Reisen.

Wer sich am Samstag bei Reiseland Wolff für eine Aida-Kreuzfahrt entschied, erhielt auch gleich einen Bonus fürs Bordguthaben oder das Parken am Abflugort. Doch die Reiselustigen übten auch Solidarität. „Bei unserer Spendenaktion zugunsten der nepalesischen Erdbebenopfer vom vergangenen Jahr sind schon 450 Euro eingegangen“, berichtete Andreas Wolff kurz vor 20 Uhr.

Eine Reise durch die Rosenstadt bot Gästeführer Hartmuth Seidel im Outfit eines Webers aus der Mitte des 18. Jahrhunderts an. Zu vorgerückter Zeit stieg auch die Zahl der Passagiere für eine Fahrt mit dem Nachbau der Schwarzen Jule. Über eine sehr gute Nachfrage nach gestrickten, getöpferten und gefilzten schönen Dingen, die von Schülern der Wichernschule hergestellt wurden, freute sich Marco Rittich, ebenso Ruth Glow in der Ausstellung der Forster Malfreunde, wo sich auch die DRK-Rettungshundestaffel präsentierte.

Rosenblüten wiesen den Weg in die Rosenparfümerie. Michael Lange testete im Reformhaus Heidenreich seine Abwehrkräfte gegen freie Radikale und lag dabei „im guten Mittelfeld“. Im Fachgeschäft für Solinger Stahlwaren schaute sich Jonathan Pelz (10) um, um seinen Gewinn einzulösen. „Das ist heute eine ganz tolle Stimmung“, sagte er. Viele Leute seien unterwegs, kämen miteinander ins Gespräch.

Gute musikalische Mischung

Während die Frauen einkauften, ließ sich Ronny Pittermann im Forster Hof nieder. „Die Organisatoren haben für eine gute musikalische Mischung gesorgt“, lobte er. Auch Buchhändlerin Kathrin Berger konnte eine positive Bilanz ziehen. Hunger hatten die Bummelnden nicht nur auf Kultur und so hatte mancher Anbieter den Appetit der Forster unterschätzt.

„Heute zeigen die Forster ebenso wie bei der Jubiläumsfeier, dass sie mal so richtig aus sich herausgehen können“, stellte Heidrun Hanniske fest, die sich über die stimmungsvolle Atmosphäre bei Stoff-Art-Chefin Angelika Grätz freute. Dort gingen schon Stoffe mit Weihnachtsmotiven und mollige Schals über den Ladentisch.

21.09.2015, Lausitzer Rundschau

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