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Unser Wahrzeichen – der Forster Wasserturm.

Wasserturm Forst1901
Der lang geplante Bau des Wasserwerkes wurde beschlossen. Zum Wasserwerk gehört auch der Wasserturm, der sich im Zentrum des Versorgungsgebietes befinden soll.

1902
Am 22. April übertrug die Stadt Forst den Bau des Wasserturms dem Mauermeister Lüdecke. Gut eine Woche später, am 1. Mai 1902, wurde der erste Spatenstich gesetzt. Parallel ließ man eine Bauzeichnung im Maßstab 1:100 vom Oberingenieur Flächsner fertigen. Das Trageprinzip für den Hochbehälter im 72 Meter hohen Turm beruht auf einem Konstruktionssystem des Oberingenieurs Intze. Diese Zeichnung trägt die Unterschrift des Stadtbaurates Otto Schulze und wurde am 12. Oktober 1902 bei der Baupolizei eingereicht.

Für den Wasserturm musste per Hand eine mächtige Baugrube ausgehoben werden, denn unter der Kellersohle wurde eine 1,10 Meter dicke Betonplatte gegossen, auf die dann ringförmig Fundamentmauern in einer Sohlenstärke von 2,46 Metern gesetzt sind. Diese verjüngen sich nach oben und betragen an der Erdebene noch eine Stärke von 1,29 Meter. Der hier beginnende Schaft hat eine Mauerstärke von 90 cm. In der Mitte dieses Schaftes befindet sich das ca. 60 cm starke Sand-, Steige- oder Druckrohr, das oben trichterförmig mit dem Hochbehälter verbunden ist. Auf dem gemauerten Schaft ist ein Ring aus Granit aufgesetzt, dessen innerer Durchmesser 9,18 Meter beträgt. Auf ihm ruht das eiserne Tragegerüst für den Hochbehälter. Granitring und Tragegestell sind in einer Höhe von 1,70 Meter ausbauchend ausgemauert. In dieser Höhe wurde nun der aus vorgefertigten Blechteilen von einer Firma in Berlin gelieferte Hochbehälter montiert. Der Hochbehälter hat einen Durchmesser von 13 Metern und ist außen 8 Meter hoch. Sein Boden ist nach unten gewölbt und besitzt in der Mitte eine Höhe von 9,19 Meter. So fasst der nach oben offene Behälter 1000 Kubikmeter = 1 Mio. Liter Wasser. Rund um den Behälter gibt es einen schmalen Wartungsgang, der außen von einer 51 cm starken Randmauer umgeben ist. Für die Turmspitze und das Dach des Hochbehälters lieferte die Berliner Firma auch die schmiedeeiserne Konstruktion.

Sommer 1903
Es erfolgten die letzten Arbeiten an der Turmspitze, die jedoch am 29. Juli 1903 infolge eines Wirbelwindes unterbrochen werden mussten, da dieser das Gerüst beschädigte.

1. September 1903

Die regelmäßige Wasserversorgung aus der zentralen Anlage begann. Die Stadt gab bis 1. Oktober 1903 das Wasser kostenlos ab, damit auch die letzte Leitung gründlich durchgespült wurde.

Im 2. Weltkrieg
Es entstanden keine größeren Schäden am Wasserturm. Die Wasserversorgung für die Stadt wurde jedoch eingestellt.

4. Oktober 1945
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Wasserturm wieder in Betrieb genommen.

Bis zur gesellschaftspolitischen Wende im Jahre 1989 wurden im Wasserwerk, am Wasserturm und am gesamten städtischen Rohrnetz nur die notwendigsten Reparatur- und Erweiterungsleistungen erbracht. Lange vor dieser Wende wussten die verantwortlichen Fachleute, dass hier und da Generalreparaturen und Rekonstruktionsarbeiten erforderlich waren, jedoch fehlte immer die "nötige Kapazität" für solche Arbeiten. Ein Gutachten aus dem Jahre 1978 benennt den dringenden Sanierungsbedarf, aber es ist bis 1990 in dieser Hinsicht nichts Wesentliches geschehen.

1990 bis 1994

Der Wasserturm wurde saniert.

Erst nach Beginn der Sanierung war das eigentliche Ausmaß der Schäden sichtbar. Das Mauerwerk der Behälterumhausung wurde bis auf den Granitring abgetragen. Der Wasserbehälter musste saniert werden und fiel zwangsweise für einige Zeit als Druckausgleichsbehälter aus.

Man beschloss eine Erneuerung der Umhausung ab dem Granitring, unabhängig vom Wasserbehälter, bei Erhaltung der Außenansicht.

Durch erfahrene deutsche Großkrahnunternehmen konnte 1993 die Turmspitze mit Laterne und Haube zur Erde geholt werden. Zwischen September und Oktober wurde die Haube am Boden saniert. Am 14. Dezember 1993 wurde sie wieder auf den Turm aufgesetzt.

Im März 1994 setzte man die Restaurationsarbeiten fort. Das Mauerwerk wurde erneuert.

Anfang Juli 1994 bekam der Wasserturm unter großer Anteilnahme der Forster Bevölkerung und aller am Bau Beteiligten seine Spitze mit Laterne wieder aufgesetzt. Im Oktober 1994 begann der schrittweise Abbau der Rüstung. Parallel dazu erfolgten die letzten Ausbesserungsarbeiten am Schaft. Im Dezember waren alle Rüstungsteile gefallen und die Restauration war soweit abgeschlossen.

Die Restauration des Eingangsportals konnte nicht sofort mit finanziert werden und erfolgte einige Zeit später.

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